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Kreta

Name: Nisos Kriti = die Insel Kreta. Kreta ist die größte Insel Griechenlands und zusammen mit der kleinen
Insel Gavdos markiert sie den südlichsten bewohnten Punkt Europas.
Beschreibung: Kreta erstreckt sich in West-Ost-Richtung über etwa 260 km und ihre größte Breite beträgt
56 km. Die Insel bedeckt eine Fläche von 8.260 Quadratkilometern.
Bevölkerung: Beträgt etwa 600,000. Die Bevölkerung Griechenlands ist 10.665.989 (Stand 2003).
Sprache:Griechisch
Religion: Griechisch-orthodox
Währun: Euro (seit 2001)
Große Städte und wichtige Orte:

Nordküste: Heraklion (200.000 Einwohner),

Chania (80.000)

 

Rethymnon (30.000),

 

Agios Nikolaos, Sitia.

 

Südküste: Ierapetra,

Mires, Timbaki, Paleochora

Flughäfen: Kreta hat fünf Flughäfen, von denen nur drei als Zivilflughäfen dienen: der Flughafen Heraklion, der Flughafen Akrotiri bei Chania und der Flughafen Sitia. Die Flughäfen Kastelli und Timbaki dienen als Militärflughäfen.
Häfen: Die wichtigsten Häfen Kretas sind der von Heraklion und der an der Souda Bucht. Die Häfen von Rethymnon, Agios Nikolaos und Sitia sind viel kleiner. Entlang der Südküste gibt es mehrere Fischereihäfen.
Berge: Kreta ist eine bergige Insel; ihre Geschichte und Menschen sind durch diese Berge sehr stark geprägt. Im Westen liegt das Gebirge Lefka Ori (Weiße Berge), 2.453 m hoch. In Zentralkreta liegt das Idi-Gebirge (Psiloritis), 2.456 m hoch und im Osten der Berg Dikti , 2.148 m hoch. Diese Erhebungen formen eine Bergkette, die sich über die Insel erstreckt und sorgen dafür, das Kreta viel größer erscheint, als es in der Tat ist.
Flüsse: Die Flüsse Kretas sind nicht besonders lang und trocknen während der Sommermonate aus. Eine Ausnahme machen der Fluss von Preveli im Süden der Präfektur Rethymnon und der von Vrisses in der Präfektur Chania, die nie austrocknen.

Seen: Der Kournas-See: Klein, aber sehr schön, mit vielen Tavernen an seinen Ufern.Inseln: Im Umkreis von Kreta liegen mehrere kleine Inseln: Gavdos ist der südlichste bewohnte Punkt Europas. Die Inseln Chrissi oder Gaidouronissi, Koufonissi, Dia, Paximadia und Gramvoussa sind viel kleiner und nicht bewohnt. Die meisten Inseln sind sehr beliebt als Ausflugsziele. Die Insel Santorini oder Thira gehört zu den Kykladen und liegt nicht weit von Kreta entfernt. Von Kreta nach Santorini besteht eine gute tägliche Fährverbindung. Politische Gliederung: Kreta ist eine der 13 Verwaltungsregionen Griechenlands. Kreta umfasst 4 Präfekturen ("Nomoi"), welche weiterhin in vielen Gemeinden ("Dimoi") eingeteilt sind. Jede Gemeinde besteht aus Städten und Dörfern.

Wirtschaft: Die Hauptquellen wirtschaftlichen Reichtums von Kreta sind die Landwirtschaft und der Fremdenverkehr. Wichtig ist der Anbau von Oliven: Erstklassiges pures Olivenöl wird hier produziert. Andere wichtige Produkte sind Orangen, Trauben und Gemüse, die in Treibhäusern gezüchtet werden. Honig, Käse und Kräuter sind auch hervorragender Qualität. Die Zucht von Schafen und Ziegen ist  auf Kreta auch sehr verbreitet.
Geschichte: Die Geschichte Kretas beginnt etwa um 6.000 v. Chr., als die Insel zum ersten Mal besiedelt wurde. Von herausragender Bedeutung ist die Bronzezeit (2.600-1.100 v. Chr.), die Periode der minoischen Kultur. Die Kreter besiedelten in dieser Periode die Kykladen; die Paläste von Knossos, Phaistos und Zakros wurden auch in dieser Periode erbaut.
Während sich die Ägypter vor dem Meer fürchteten, reisten die Kreter im Mittelmeer herum und trieben Handel. Der kulturelle Einfluss der unterschiedlichen Völker, mit denen die Kreter Kontakte pflegten, war für die minoische Kultur ausschlaggebend. Eine Kultur, die wir bis heute bewundern und die als die erste Hochkultur Europas gilt.
Land und Leute: Die am meisten touristisch genutzte Region Kretas ist die Nordküste, der entlang sich die größten Städte der Insel befinden. Die Südküste ist perfekt für diejenigen, die nach abgelegenen Stränden suchen. Leider sind solche Strände immer seltener zu finden, weil es natürlich sich herumspricht, wo diese Strände sich befinden. Viele der abgelegenen Strände gelten auch als FKK-Strände. Im Süden sind die am meisten schmalen und kurvenreichen Strecken zu finden, falls Sie nach Abwechslung beim Autofahren suchen.
Von der Küste entfernt, das Binnenland Kretas bleibt noch vielen unbekannt. Es geht um eine bergige Region, wo die Straßen oft schlecht oder unbefestigt sind, mit manchmal irreführenden Verkehrsschildern und einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit, einen Einheimischen mit englischen Sprachkenntnissen zu finden. In den kleinen Dörfern der Region stößt man auf keine "Zimmer frei"- oder "Restaurant"-Schilder mehr. Hier begegnet man den echten Kretern: Stolz und freundlich, mit ihrem besonderen Humor, immer hilfsbereit und mit einem Glas "Raki" (heimischer, meist selbst gebrannter, klarer Schnaps) in der Hand, das sie den Fremden zur Begrüßung anbieten. Bei einer Begegnung sollten Sie sie freundlich anlächeln und sagen: "Kalimera= guten Morgen", "kalisspera= guten Tag" oder "yassass= hallo". Wenn Sie sich bei ihnen für etwas bedanken wollen, dann ist "evcharisto= danke" die entsprechende Äußerung.
Das Heraklion archäologische Museum, angesehen als eines der wichtigsten Museen in Europa, befindet sich im Zentrum der Stadt Heraklion. Während der venezianischen Besatzung befand sich das katholische Kloster des heiligen Franziskus an der gleichen Stelle. Bis zu seiner Zerstörung durch das Erdbeben von 1856 war es eines der reichsten und wichtigsten Klöster auf Kreta und enthielt großartige byzantinische Fresken..
Der Bau der Museums Heraklion begann am Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde 1940 vollendet.
Im Ergeschoß des Museums befinden sich 13 dem Publikum zugängliche Räume, während im Obergeschoß Fragmente der Originalfresken aus dem minoischen Palast von Knossos

ausgestellt sind. Alle Exponate im archäologischen Museum von Heraklion stammen ausschließlich von archäologischen Stätten auf Kreta. Die Exponate des Museums sind chronologisch dargestellt.
Zu Beginn des Rundgangs im Museum Heraklion können Besucher die Entwicklung der Töpferei vom Neolithikum (5000-2500 v. u. Z.) bis zur Nachpalastzeit (1400 - 1100 v. u. Z.) besichtigen.

Bewunderungwürdig sind die berühmten Kamares-Vasen (2000- 1700 v. u. Z.). Sie sind benannt nach dem Ort Kamares, wo sie in einer nahe gelegenen Höhe gefunden wurden. Leuchtende, großartige Farben und Naturdarstellungen charakterisieren die Vasen. Einige sind wegen der Dünne ihrer Wände bekannt als "Eierschalen-Keramik" und können ohne Weiteres mit modernen Porzellantassen verglichen werden.

Ein einzigartiges Exponat ist der Diskos von Festos, auf dem sich Hieroglyphen und Schriftzeichen befinden. Die Inschriften auf dem Diskos laufen in einer Spirale vom Rand zur Mitte. Die Schrift wurde bisher noch nicht entschlüsselt.

Ganz besonders beeindruckend sind die Figurinen der minoischen Göttinnen. Sie sind die berühmten "Schlangengöttinnen" wegen der Schlangen, die sie in Händen halten. Ihre Kleider geben uns eine wertvolle Vorstellung der Mode minoischer Frauen.

Excellente Beispiele der plastischen Kunst sind der Stierkopf aus Steatit und der "Stierspringer" aus Elfenbein.
Andere große Attraktionen des Museums Heraklion sind die Goldjuwelen, gefunden in einer minoischen Grabstätte, die Spiegel mit den Elfenbeingriffen, die Augenbrauen-Haarnadeln, die Elfenbeinkämme und die Schwerter mit den goldenen Griffen.

Das berühmte "Bienen"-Schmuckstück ist ein besonderes Juwel des Museums, eine wunderbare Darstellung von zwei Bienen, die einen Honigtropfen zur Honigwabe tragen.

Doppeläxte finden sich in allen Räumen des Museums, die Doppelaxt war ein heiliges Symbol der minoischen Zivilisation. Die ausgestellten Sarkophage sind meist aus Ton. Ihre Eleganz, Größe und Schlichtheit fordern Bewunderung heraus.

Schließlich beweisen die Fresken im Obergeschoß am besten minoische Naturliebe und Lebensfreude. Die Inhalte der Fresken sind aus dem täglichen Leben gegriffen, oder noch häufiger aus der Natur. Ihre Farben sind immer noch leuchtend und von unauslöschlicher Schönheit.

Die Ausgrabungen wurden zuerst von Minos Kalokairinos und dann von dem Engländer Sir Arthur Evans durchgeführt. Der Palast wurde zweimal gebaut, jedes Mal noch schöner. Er bedeckte ein Gebiet von 22.000 Quadratmetern. Es gab ungefähr 1400 Zimmer in dem ursprünglichen Palast und 300 Mitglieder der königlichen Familie und deren Bedienstete lebten in ihnen. Der König wurde Minos genannt, Sohn des Zeus.

Auf der Insel Kreta gibt es 4 minoische Paläste, aber der Palast von Knossos ist der grossartigste von allen. Alle Paläste haben gemeinsame Charakteristiken in ihren Höfen, Tempeln und Lagerräumen. In Knossos sind zwei gepflasterte Höfe zu sehen, viele Lagerräume, Tempel, Privatzimmer und ein Theater. Manche Teile des Palastes waren 4-5 Stockwerke hoch.Treppen mit flachen Alabasterstufen führten zu den einzelnen Stockwerken und Kellern.

Der Besucher kann überall im Palast Öffnungen wie Fenster,Türen und Lichtschächte sehen. Die Minoer liebten die Natur und herrliche Fresken schmücken die Wände des Palastes. Ihre Themen wurden dem täglichen Leben oder der Natur selbst entnommen.Es wird gesagt, dass kein Besucher den Palast betreten konnte, ohne jemanden der ihn herumführt. Der Grund dafür ist, dass keiner sich in dem berühmten "Labyrinth" zurecht finden konnte. Dieser Name kommt von dem Wort "Lavrys", was soviel wie Doppelaxt bedeutet. Äxte wurden viel benutzt im täglichen Leben und es wurden viele im Palast gefunden oder sogar auf den Wänden von Knossos abgebildet. Labyrinth bedeutet also "Haus der Doppeläxte", oder der Palast selbst.

Es ist wirklich spannend dem minoischen Palast einen Besuch abzustatten und die Räume des Königs und der Königin mit der hübschen Dekoration aus blauen Delphinen zu bewundern. Man kann auch den ältesten Thron Europas sehen: den aus Alabaster gefertigten Thron von König Minos im Thronsaal

(Der Eingang zum Thronzimmer in Knossos)
Phaistos, oder genauer der minoische Palast von Phaistos, liegt in der Messara-Ebene, im süd-zentralen Kreta, 55 km südlich der Stadt Heraklion. In der Nähe des Palastes befinden sich auch die archäologischen Stätten von Agia Triada, Gortys und Matala. Phaistos gehört zu den wichtigsten archäologischen Stätten Kretas und wird jährlich von Hunderten von Besuchern besichtigt. Der minoische Palast von Phaistos entspricht einer aufblühenden Siedlung, die sich schon in prähistorischer Zeit in der fruchtbaren Messara-Ebene entwickelt hatte. Die mit dieser Entwicklung verbundene Zeitspanne reicht von rund 6000 bis ins 1. Jahrhundert v. Chr., wie die archäologischen Funde nachgewiesen haben.

Phaistos, Geschichte
Die Geschichte des minoischen Palastes von Phaistos sowie der restlichen minoischen Palastanlagen Kretas war unruhig:

  • Der erste Palast von Phaistos wurde um 2000 v. Chr. erbaut. Der Sage nach wurde die Siedlung von König Minos selbst gegründet. Erster Herrscher soll sein Bruder, Rhadamanthys, gewesen sein.
  • Um 1700 v. Chr. wurde der Palast durch ein starkes Erdbeben zerstört, er wurde aber fast gleich danach wieder aufgebaut. Doch Phaistos ist nicht mehr das Machtzentrum der Region. Von nun an etablierte sich das neue Machtzentrum an dem benachbarten Ort von Agia Triada. Phaistos gilt jedoch immer noch als religiöse Kultstätte im Süden Kretas.
  • Um 1450 v. Chr. findet eine neue Katastrophe statt, die sich über die ganze Insel breitet. Doch die Siedlung von Phaistos erholt sich von der Katastrophe, beginnt ihre eigene Münze zu prägen und blüht weiter bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. auf, wenn sie von der benachbarten Siedlung von Gortys unterworfen wird.

Grabungen in Phaistos
Die Ausgrabungsarbeiten im weiten Umkreis von Phaistos begannen im Jahre 1900 von der Italienischen Archäologischen Schule unter der Leitung von Frederico Halbherr und Luigi Pernier. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden sie von Doro Levi fortgeführt. Die Mehrheit der Gebäude, die heute zu sehen sind, gehen auf die Neupalastzeit (1700-1450 v. Chr.) zurück. Außerdem hat bislang in Phaistos -im Gegensatz zu Knossos- keinerlei Restaurierung stattgefunden, sondern nur Konservierung.
Kleiner Rundgang in Phaistos - Öffnungszeiten
Öffnungszeiten der archäologischen Stätte von Phaistos

Wenn Sie aus dem Parkplatz herauskommen, folgen Sie dem gepflasterten Pfad, der zur Kasse der archäologischen Stätte führt. Dort können Sie entweder eine Eintrittskarte nur für Phaistos oder eine teurere, die auch den Besuch der archäologischen Stätte in Agia Triada einbezieht, kaufen. Agia Triada liegt einige Kilometer westlich von Phaistos.
Gleich nach der Kasse begegnen Sie erst der Buchhandlung, wo Sie archäologische Bücher und Reiseführer kaufen können, und einem Imbiss, wo Sie sich mit einem kühlen Getränk erquicken können.
Wichtiger Hinweis für Behinderte: An mehreren Stellen der archäologischen Stätte gibt es Treppenaufgänge, die zu gewissen Schwierigkeiten führen können.Wenn Sie die Sommerhitze nicht leiden können, empfiehlt es sich, entweder morgens oder abends die Stätte zu besuchen.

  • 1 Nordwesthof
  • 2 Römisches Gebäude mit Säulen
  • Westhof
  • 3 Dreiteiliges Heiligtum, Westhof
  • 4 Westhof (Theaterbezirk)
  • 5 Propylon (Eingangstor) zum Zentralhof
  • 6 Westmagazine
  • * Zentralhof
  • 7 Rhea-Tempel
  • 8 Osthof
  • 9 Gemach der Königin
  • 9 Megaron des Königs

Ausgangspunkt des Rundgangs auf dem Palast von Phaistos ist der gepflasterte Nordwesthof (1). Von dort aus gehen Sie die Treppe hinab und Sie kommen auf den Westhof (4), wo sich der Theaterbezirk und das Dreiteilige Heiligtum befinden.
Gehen Sie dann das Große Treppenhaus (Große Treppe) hinauf, an den Propyläen vorbei und Sie kommen auf den Zentralhof. Zur rechten Hand sehen Sie die Westmagazine (6) des Palastes von Phaistos. Zur linken Hand, im Nordteil des Zentralhofs, befinden sich der dreistufige Altar sowie der Eingang eines Korridors, der in den Nordflügel führt, wo sich die königlichen Gemächer befinden.
Südlich des Zentralhofs liegen der neolithische Ofen und der Rhea-Tempel (7).
Im Ostflügel, rechts vom Zentralhof, fand sich ein Gebäude, das als Megaron des Prinzen bezeichnet wurde. Weiter im Nordosten sehen Sie den Osthof(8) mit dem Schmelzofen in der Mitte. Im Norden liegen die Ruinen des so genannten Archivs oder der Schatzkammer, wo sich der berühmte Diskos von Phaistos fand. Vom Nordwesthof aus sehen Sie zur linken Hand die Überreste der Werkstätten.
Weiter im Norden begegnen Sie dem Gemach der Königin (9), dem sich das Megaron des Königs (9) von Phaistos und das Reinigungsbassin anschließen. Die Treppe, die vor Ihnen liegt, führt anschließend zum Ausgangspunkt hinauf. Somit schließen Sie den Rundgang auf dem Palast von Phaistos ab.

Von Elena Kontoyorgaki. Fotos von Yannis Samatas.
Die archäologische Ausgrabungsstätte befindet sich an der Hauptstraße, die von der Hauptstadt Heraklion nach dem südlichen Zentral-Kreta führt. Die ursprüngliche Siedlung umfaßte ein Gebiet von ungefähr 10 km.

Gortys ist eine der wichtigsten Städte des Altertums aus dem vorgeschichtlichen Kreta. Obwohl ihre Geschichte bis auf die minoische Periode zurückgeht, gibt es einen besonders wichtigen Zeitraum, der auf die Besetzung Kretas durch die Dorer (1100 v.Chr.) folgte. Später, während der römischen Besetzung (68 v. Chr.), war Gortys mit 300.000 Einwohnern die größte Stadt Kretas. Die Stadt wurde 828 n. Chr. von den Arabern zerstört.

Eine von vielen wichtigen Umständen war, dass Gortys als erste Stadt das Christentum akzeptierte.
Die ersten christlichen Tempel wurden hier gebaut und die Ruinen der größten und wichtigsten christlichen Kathedralen Kretas kann man hier heute noch sehen. Die Kathedrale ist St. Titus, Kretas erstem Bischof (6. Jahrhundert v.Chr.) gewidmet.

 Teile einer römischen Siedlung sind ausgegraben worden, wie zum Beispiel das Theater (2. Jahrhundert v. Chr.). Das Theater hat zwei Eingänge und ein halbkreisförmiges Orchester, dessen Umrisse man heute noch sehen kann.
 

Hinter dem römischen Theater können Sie die so genannte "Königin der Inschriften" sehen. Diese Inschriften sind die Gesetze der Stadt Gortys (6. - 5. Jahrhundert v.Chr.) und bilden die Basis der modernen griechischen Gesetzgebung. Die Gesetze sind in dem dorischen Dialekt in große Steinblöcke gemeißelt und deutlich sichtbar.
Eine Auswahl aus den Gesetzen Kretas

Gortys ist mit dem Mythos von Zeus und Europa verknüpft. Zeus, Vater aller Götter, verliebte sich in Europa, Prinzessin der Finiki in Klein-Asien. Die junge Prinzessin spielte mit ihren Freundinnen am Strand als sich Zeus in einen schönen weißen Bullen verwandelte und auf sie zu galoppierte. Europa bewunderte den Bullen und sprang auf seinen Rücken. Zeus (immer noch als Bulle) galoppierte mit ihr davon über das Meer bis sie die Stadt Gortys erreichten. Er und Europa hatten eine Affaire unter einer Platane (Platanos), ein Baum den man heute noch in Gortys sehen kann.

Nach dieser Affaire wurden drei Jungen geboren, die später die Könige der drei minoischen Paläste Kretas wurden. Die Erwähnung von ,Europa' in dieser Mythologie misst der Behauptung großes Gewicht bei, dass die Zivilisation des europäischen Kontinents auf der Insel Kreta geboren wurde.
Lesen Sie auch - Read also: The Myth of Zeus and Europe by Frieda Bubbi

Einige Hintergrund Erläuterungen zu den Fotos, die diesen Artikel begleiten (Yannis Samatas):

In Griechenland sagt man immer, dass der hellste Vollmond des Jahres der Vollmond im Monat August ist. Das ist wirklich wahr und gibt den Romantikern eine Chance eine Nacht im Freien zu verbringen, wird aber andererseits auch für verschiedene Feiern benutzt.
Das Kultusministerium in Griechenland ordnete an, dass einige archäologische Stätte überall in Griechenland für die Nacht vom 16. August 2000 offen bleiben sollten. In Kreta waren dies die Stätten von Gortys, die Burg von Firkas in Hania und die Burg von Kazarma in Siteia.
An dieser Mittwoch Nacht habe ich, Yannis Samatas, zusammen mit zwei guten Freunden aus England, Tim und Birgid, Gortys besucht, einige Fotos gemacht, und die Gelegenheit genossen die Stätte auszukundschaften. Auf Grund eines altmodischen Gesetzes war es uns nicht erlaubt, ein Stativ zu benutzen. Jeder brauchbare Stein und Birgids Handtasche wurden benutzt, um die Kamera für die Langzeit-Aufnahmen, die wegen der Lichtverhältnisse benutzt werden mussten, zu stabilisieren. Ein schneller Film - 800 ASA - wurde benutzt und meistens kein Blitzlicht. Blitzlicht wurde nur bei einigen wenigen Aufnahmen benutzt und wurde von Hand von der Kamera weggehalten. Birgid war eine große Hilfe, sowohl als Modell in der Kapelle, als auch als wertvolle Assistentin der Fotografin. Ihre Rufe "JETZT" wurden nur zu dem Zweck gemacht, um die Auslösung des Kamera-Verschlusse und meine Handhabung des Blitzlichtes in einiger Entfernung von einander zu koordinieren!
Das war eine gute Erfahrung für mich und ich freue mich, dass ein paar gute Fotos dabei herausgekommen sind. Die Atmosphäre in einer archäologischen Ausgrabungsstätte bei Nacht ist vollständig anders, als die während des Tages. Der volle Mond, eine frische Brise und die Geräusche der Nacht erhöhen den Zauber dieses Ortes.
Etwas später kam ein italienischer Sänger mit seiner Guitarre, der zu der Stimmung beitrug und das einzige was fehlte, war die Gesellschaft meiner beiden guten Freunde Tim und Birgid, die zu diesem Zeitpunkt bereits zurück nach Kamilari gefahren waren.

Die Samaria-Schlucht auf Kreta, Wandern in der Samaria-Schlucht

Jeder Tourist, der Kreta besucht, wird früher oder später von derSamaria-Schlucht hören. Die Samaria-Schlucht ist mit einer Länge von 18 km die längste Schlucht Europas und zieht sich von der Omalos-Hochebene, die bei 1200 m Höhe liegt, bis hinunter zum Meeresspiegel ins Dorf Agia Roumeli.

Die Samaria Schlucht, Flora und Fauna

Die Flora und Fauna im Naturschutzpark der Samaria Schlucht zeichnen sich durch große Vielfalt und Einzigartigkeit aus. Sämtliche Tier- und Pflanzenarten sind dort durch Gesetz geschützt. Nichts soll aus der Schlucht entfernt werden, man darf nicht Mal eine Blume pflücken. Am bekanntesten ist der Kretische Steinbock (Kri-Kri). Sie werden eventuell einigen im Dorf Samaria in der Schlucht begegnen. Manchmal nähern sich einige sogar den letzten Häusern im Dorf.

Das Samaria Dorf

Samaria ist ein altes Dorf, dessen Einwohner 1962 versetzt wurden, als die Schlucht zum Naturschutzpark erklärt wurde.
Die alten Häuser existieren immer noch und dienen als Herbergen für die Wächter. Im Dorf kann man sich mit der traditionellen Architektur bekannt machen und eine Weile ausruhen.
An diesem Punkt sind Sie schon halbwegs und die Zeit ist reif für ein Sandwich (wenn sie eins dabei haben).
Wandern in der Samaria-Schlucht, Tipps und Ausrüstung

 

 Der Wanderweg ist sehr gut beschildert. Es gibt genügend Trinkwasserquellen und Toiletten.
BILD: Plan der Samaria Schlucht . Diese Karte finden Sie auf der Rückseite ihrer Eintrittskarte, die sie in Xyloskalo am Eingang der Schlucht, kaufen können.
Die Samaria Schlucht ist kein einfacher Spaziergang, wenn Sie es nicht gewohnt sind zu wandern.
Doch jeder kann es überstehen, wenn es keine ernsthaften Gesundheitsprobleme gibt. Bereiten Sie sich aber auf schmerzliche Beine während der nächsten Tagen vor.
Gute Wanderschuhe, Sonnenschutzcreme und ein Hut sind unentbehrlich.
Der anstrengendste Teil der Wanderung sind die letzten 3 km, nachdem Sie den Naturschutzpark verlassen haben. Am Ausgang werden Ihre Karten erneut kontrolliert, so dass es sichergestellt werden kann, dass keiner der Besucher freiwillig oder wegen eines Unfalls in der Schlucht geblieben ist.
Die Landschaft scheint dann ausgetrocknet, ohne Schatten. Falls Sie sich morgens früh auf dem Weg gemacht haben, werden Sie an den Punkt nachmittags gelangen, wenn die Hitze ihren Höhepunkt erreicht.
Haben Sie noch ein bisschen Geduld, denn der ausgezeichnete Strand von Agia Roumeli wartet auf Sie.
Agia Roumeli
Von Agia Roumeli aus können Sie die Fähre nach Loutro, Hora Sfakion, oder Sougia und Paleochora nehmen. Vielleicht übernachten sie sogar in Agia Roumeli, denn hier gibt es genügend Zimmer und Restaurants.
Agia Roumeli gehört zu den populärsten und am meisten besuchten Orten Kretas. Aus diesem Grund gibt es dort die so genannten "kamakia". Es sind Leute, die Touristen zu ihren Tavernen anzulocken versuchen. Bleiben Sie einfach ruhig und ignorieren Sie sie.
Wenn Sie es nicht eilig haben, können Sie in Agia Roumeli übernachten. Wir erinnern Sie daran, dass Agia Roumeli sich zu einem ruhigen Dorf verwandelt, nachdem die letzten Touristen abgefahren sind. Nur dann können Sie seine wahre Schönheit entdecken. Genießen Sie den Sonnenuntergang, ein Mahl in einer von den Tavernen, ein Wortwechsel mit dem Wirt, den mit Sternen geschmückten Himmel. Am nächsten Morgen machen Sie einen letzten Ausflug bevor Sie abfahren. Nehmen Sie den Pfad, der hoch zur Burg über dem Dorf leitet und genießen Sie von dort aus die traumhafte Aussicht.

Die Dauer der Strecke variiert je nach Tempo zwischen 4 und 8 Stunden. Durchschnittlich braucht man 6 Stunden um die Schlucht durchzulaufen. In dieser Zeit kann man leicht Halt machen, um zu fotografieren und die faszinierende Landschaft zu genießen. Doch wenn sie sich nicht Fit genug fühlen, gibt es dann eine einfachere Alternative, der so genannte "lazy way" (der leichte Weg).
Es geht um einen wesentlich kürzeren Weg. Agia Roumeli ist der Ausgangspunkt. Sie laufen dann bis Sideroportes (eiserne Tore), den engsten Teil der Schlucht. An diesem Punkt (im Hintergrund des Fotos) ist die Schlucht so eng, dass die fast 350 Meter hohen Felswände in Reichweite stehen.Der "lazy way" ist tatsächlich eine leichte Variante, aber nicht die beste, wenn man die bezaubernde Atmosphäre der Schlucht erleben möchte.

Wann kann man die Schlucht besuchen?
Um die Samaria-Schlucht zu durchqueren, muss man am Eingang des Naturschutzparks ein relativ billiges Ticket kaufen. Der Besuch der Schlucht ist von Mitte April bis Ende Oktober möglich. Das exakte Datum, an dem die Schlucht für Besucher geöffnet wird, ist wetterbedingt.
An regnerischen Tagen ist die Schlucht ebenfalls geschlossen. Es besteht Gefahr wegen Steinfall oder Überflutung.
Zur Erinnerung: Bei starkem Wind ist oft auf Kreta verboten mit dem Schiff zu reisen. An solchen Tagen muss man vorbereitet sein, im schlimmsten Fall in Agia Roumeli zu übernachten, solange das schlechte Wetter hält. Das passiert meistens im Herbst.
Loutro in Kreta
Von Julie Friedeberger
Hallo. Ich bin Julie Friedeberger und Yannis hat mich freundlicherweise darum gebeten, gelegentlich etwas zu "Explore Crete" beizutragen. Ich mache das wirklich gerne, denn ich liebe Kreta seit beinah 20 Jahren, immer seit dem mein Mann und ich die "Große Insel" in 1981 zum ersten Mal entdeckten.

Wir sind ziemlich viel herumgereist (bis ich in Loutro stecken geblieben bin!), doch immer nur oberflächlich, so dass Kreta uns immer wieder zurückgeholt hat.
In 1984, auf unserem Rückweg nach Sfakia von der Samaria Schlucht, hatten wir Loutro zum ersten Mal vom Deck der "Sofia" gesehen, eines der kleinen Fährboote, die vor den Riesen, die heute Kretas Südwest Küste befahren, existierten. Ich dachte: hierhin möchte ich eines Tages zurückkommen.
Wir brauchten acht Jahre um zurückzukehren, aber letztendlich schafften wir es in 1992 und dann nochmals in 1993. Seit jener Zeit sind Loutro, die Berge und das Meer in dieser Gegend für mich etwas ganz besonderes geworden. Ich bin immer glücklich, wenn ich wieder dort bin. Kreta hat eine sehr kraftvolle Energie, die aber dort besonders wirksam ist. Wie Marjeta sagt, "hier ist der Ort, wo man sich näher bei Gott fühlt, als irgendwo anders".
Als ich im Frühling 1994 allmählich von einer Brustkrebs-Operation genaß, war es Loutro wo ich gerne sein wollte, sobald ich wieder reisefähig war. Impulsiv buchte ich einen Flug für eine Woche Blumensehen und Spazierengehen und flog weg. Dort zu sein, in den Bergen zu wandern und im Meer zu baden half bei der Heilung und Wiedergewinnung meiner Energie. Und als ich nach England zurückkehrte war ich in der Lage, die Fäden meines alten Lebens wieder aufzunehmen.
Diese Woche in Loutro war ein Wendepunkt und spielte eine wesentliche Rolle bei meiner Heilung. Später, als ich über meine Erfahrungen mit Brustkrebs ein Buch schrieb, fügte ich einen Abschnitt über diese Reise und was dies mir gebracht hatte, bei. Und als Yannis mich bat etwas für "Explore Crete" zu schreiben, dachte ich sofort an diesen Abschnitt. Ich schickte es ihm zu, er mochte es, und hier ist es. Ich hoffe Sie mögen es auch.
Die Fotos sind von jenem Trip in 1994.

Loutro, ein Genesungs-Ort
Anfang März fühlte ich den ersten Drang, die Luft außerhalb meines Nestes zu schnuppern und wieder in den Strom des Lebens einzutauchen. Ganz impulsiv entschied ich mich nach Loutro, im Südwesten Kretas, zu fahren, für eine Woche im April. Klaus, mein Mann, und ich hatten dort zwei schöne Urlaube erlebt. Als ich daran dachte, sehnte ich mich danach, dort zu sein, in die Berge hineinzuwandern und in das Meer zu springen.
Ich buchte einen Blumen und Wandern Urlaub mit "Freelance Holidays", der von Jeff Collman, einem professionellen Botaniker, geleitet wurde. Ich hatte mir schon immer gewünscht "ernsthaf" in den Bergen um Loutro zu wandern, immer seit dem wir dort zum ersten Male waren. Doch war ich nicht bereit gewesen, es alleine in diesen total unbewohnten Hügeln zu wagen: es ist so leicht sich dort selbst zu verlieren, oder einen Knöchel zu brechen, meilenweit weg von allem. Bisher hatte ich immer nur kurze ungefähr eine Stunde dauernde Ausflüge vom Dorf aus gemacht; hier war eine Chance, weiter wegzugehen.
Wandern mit den Frühlings-Blumen" hört sich wie ein angenehmer, gemütlicher Spaziergang an, doch waren die meisten Wanderungen Tages-Expeditionen, die in die hohen und steilen, steinigen Hügel führten und ein echter Test für Ausdauer und Fitness waren. Ich bestand. Nur vier Monate nach der großen Operation war ich wieder fit: die Rucksackträger kratzten noch nicht einmal meine Narben.
Die Wanderungen waren herrlich. Der April-Himmel war klar, die Luft rein und frisch, die Blumen wunderschön - Felder voll, Hügelwände voll mit dunkelfarbigen, bunten und farbenprächtigen Mohnblumen und Anemonen und anderen, gewöhnlichen und seltenen, deren Namen ich nie lernte. Jeff kannte sie alle und mir gefiel es sehr sie zu sehen, doch war ich trunken mit meiner wirklichen Liebe, der wilden, nackten, majestätischen Landschaft des südlichen Kreta. Nach einer kurzen Prüfung von dem, was am Boden vor sich ging, lies ich meine Mit-Botaniker damit weitermachen und sah auf zu diesen herrlichen Bergen.

Ich schwamm auch wann immer ich eine Möglichkeit hatte, manchmal mehrere Male am Tag: frühmorgens ehe wir losgingen, abends nach unserer Rückkehr, und im Laufe des Tages, wann immer unsere Route uns hinunter ans Meer brachte. Meine Vater brachte mir das Schwimmen bei, als ich fünf Jahre alt war. Ich habe damals sehr gern geschwommen, weil er auch gern schwamm, und seitdem habe ich es immer geliebt. Ehrlich gesagt liebe ich das Wasser - es zu trinken, darin zu baden oder eine Dusche zu nehmen, darin zu schwimmen, im Regen zu gehen. Nichts macht mich schneller munter oder weckt mich schneller auf als nass zu werden. Besonders am Meer. Dieser erste Moment des Eintauchens ist etwas so besonderes, fast heilig. Nach dem Schwimmen im Meer fühle ich mich immer erfrischt, neu belebt, voller Energie. Im Südwesten Kretas ist das Wasser besonders klar und sauber und lebhaft: es glitzert in der Sonne, reflektiert jeden Blau-Ton des Himmels. Es ist voller Lebenskraft, und darin zu sein reinigt und bereichert das Lebensgefühl.
Loutro liegt am Fuße von Kretas Weißen Bergen, den Lefka Ori; die Frühling-Schneeschmelze fließt in die Libysche See und kalte Quellen sprudeln aus dem Meeresboden hervor. Das Wasser ist selbst Mitte Juni kalt; Anfang April war es eisig. Ich sprang schnell hinein, tauchte vollständig unter, und, was ich schon immer getan hatte, zog die Träger meines Badeanzugs herunter, um so viel wie möglich von mir mit dem Wasser in Berührung zu bringen, entblößte meine Brüste jetzt nur noch eine - dem Meer. Das kalte Salzwasser badete meine Wunde, floß eisig darüber hinweg, stimulierend und reinigend und heilend; innerhalb von zwei Minuten war die eisige Kälte tragbar und ich schwamm so lange bis es Zeit wurde, mit dem Wandern weiter zu machen.

Ein Abschnitt der 'Rig Veda' (einem alten Sanskrit Text) kam mir beim Schwimmen oft in den Sinn:
"In der Mitte des Wassers bewegt sich der Herr, beobachtet der Menschen Wahrheit und Lügen. Wie süß sind die Gewässer, kristall klar und reinigend! Mögen diese wundervollen Gewässer mich jetzt erquicken! "
Ich dachte daran, dass das letzte Mal als ich hier war, vor neun Monaten, ich noch zwei Brüste besaß. Jetzt, wie ich so schwimme, sehe ich nur noch eine. Ich ziehe immernoch die Träger herunter sobald ich im Wasser bin. Der Anblick ist jetzt anders. Eine Brust hängt herunter, die linke Seite ist flach, keine Brust mehr da. Es fühlt sich merkwürdig an. Die Tatsache hier zu sein, so anders, so kurz nachdem ich hier gewesen war, bringt alles in einen scharfen Gegensatz. Natürlich war der Tumor auch da, im letzten Juni, ohne dass ich das wusste.
Als ich nach Hause kam, schrieb ich in mein Tagebuch: "die Woche in Kreta hat mich dazu gebracht, mich wieder "normal" zu fühlen. Ich habe den Krebs vergessen. Nur eine Brust zu haben war in Ordnung. Für mich war es in jeder Beziehung eine gute Woche. Es war gut mich physisch anzustrengen. Es war gut in einer Gruppe mit fremden Leuten zu sein und damit zu Recht zu kommen, nur eine Brust zu haben. Es war gut alleine zu reisen, ohne Angst. Es war gut in Loutro willkommen geheißen zu werden von Rob und Bob und Alison und Maria und von den andern - es war als käme ich nach Hause."

Duncan, einer meiner Yoga-Studenten, sagte zu mir, kurz nachdem ich aus dem Krankenhaus kam: "Tu was Dir Freude bringt". Kreta, so wie Kreta ist, bringt mir Freude. Schwimmen in Loutro, Marmara, Sweetwater bringt mir Freude. 'Wandern' in den Bergen bringt mir Freude. Lehren bringt mir Freude. Zusammen mit Klaus im Park spazieren zu gehen bringt mir Freude. Und Peter, ein Mitglied unserer Wandergruppe, sagte: "Glücklich zu sein soll man niemals hinausschieben". Bei unserem zweiten Spaziergang hoch auf dem Anopolis Plateau bemerkte Esje einen Baum, hielt an und rief ihrem Mann zu: "Peter - sind das wirklich Knospen an dem Baum dort?" Der Stamm war tot und kaputt, kein Holz, nur noch eine große Menge grauer Borke war übrig geblieben. Die meisten Äste waren tot. Aber überall waren Knospen im Begriff in Blüten aufzubrechen. Was für eine Leistung, was für ein Ergebnis, was für ein Glauben. Wie verwüstet der Körper auch sein mag, so können wir doch immer noch Knospen hervorbringen: wir blühen weiter.Einer meiner Lieblings-Schwimmplätze in Kreta ist der Strand von Marmara, eine winzige Kieselstein-Bucht einige Meilen westlich von Loutro, mit noch klarerem und lebhafteren Wasser. Marmara heißt ,Marmor': alle Felsen in der Umgebung sind aus weißem Marmor und entlang der Küste, nach dem Strand, gibt es eine Reihe von Marmor-Höhlen. Die meisten haben nur einen Eingang, aber vor zwei Sommern entdeckte ich eine, in die ich durch eine Öffnung hinein, durch einen schmalen Engpass um eine Ecke herum, wo das Meer gegen die Felsen wirbelt, und durch eine anderen Öffnung wieder hinausschwimmen konnte. Drinnen war es dunkel und auch etwas unheimlich, aber atemberaubend, und seit jenem ersten Höhlen-Schwimmen hatte sie eine tiefe Bedeutung für mich: es war eine Metapher dafür, etwas durchzumachen und auf der anderen Seite wieder hinauszukommen. An unserem ersten Tag kamen wir spät am Nachmittag in Marmara an und ich schwamm in meine Höhle. Jetzt erhielt meine Metapher eine neue Bedeutung.

Noch ein Eintrag aus meinem Tagebuch: "Nach Loutro zu fahren, war das Beste, was ich tun konnte. Abgesehen davon, dass es ein herrlicher Urlaub war, zeigte es mir, dass ich gesund bin, dass ich fit bin, dass ich damit zurecht komme. Ich habe niemals gefühlt, als ob ich gegen den Krebs kämpfen würde. Ich habe damit gelebt und von ihm gelernt. Ich bin damit fertig geworden. Und hier bin, auf der anderen Seite der Höhle. Mag sein, dass ich noch sehr viel schwimmen muss, aber dass hier habe ich getan: Ich bin in die Höhle geschwommen, in die Finsternis, um die Ecke gebogen, und auf der anderen Seite wieder hinausgeschwommen, ins Licht.
Und der Baum, der verfallene Stamm mit den Blüten, den Esje sah. Die zweite Metapher der Woche. So leben wir: mit Glauben, mit Vertrauen, wir tun was in unserer Natur liegt zu tun, wir tun das, was wir hier zu tun haben: erschaffen, erweitern, leben und wir fahren damit fort, bis wir sterben, wie zerstört der Körper auch sein mag.
Diese Woche war ein Wendepunkt. Sie kennzeichnete für mich das Ende meiner Genesung, und von dem was ich als meinen "Rückzug" betrachtete, der vier Monate dauerte, während denen ich versuchte mit all den Realitäten der Krebskrankheit fertig zu werden, und der Anfang meiner Rückkehr zum Leben und meiner Arbeit. "

Es war während jener Wocher vor sechs Jahren, dass ich mich entchied, so viel Zeit wie nur möglich in diesem Teil Kretas zu verbringen. Ich bin sehr oft zurückgekommen, zwei manchmal dreimal im Jahr, um in diesen Hügeln zu wandern, zu schwimmen, oder nur da zu sitzen und mich umzusehen. Es ist immer wieder wunderbar, immer stärkend und erfrischend. Es ist wirklich ein Ort der Heilung. Aber so ist die gesamte großartige Insel Kreta, und ich hoffe sie noch sehr oft zu besuchen. Kreta ist .... Heim.
Mein Buch heißt "A Visible Wound: A Healing Journey through Breast Cancer" ("Eine sichtbare Wunde: Eine Genesungsreise durch Brustkrebs") und wurde von Element Books in 1996 veröffentlicht. Hauptsächlich handelt es sich darum, wie ich mit der Hilfe von Yoga, welches ich seit vielen Jahren praktiziere und lehre, dieser Erfahrung überstand. Heute lehre ich Yoga Leuten mit Krebs und helfe dabei Lehrer zu trainieren, die sich dafür interessieren, auf diesem Gebiet zu arbeiten.

Eine Bootsfahrt nach Ayiofarango, der heiligen Schlucht in Kreta

Es war der erste Mai, ein warmer doch bewölkter Tag. Die Bootsfahrt war bereits vor einigen Tagen arrangiert, und gegen 8:30 warteten alle am Kai von Kokkinos Pyrgos Fischerei Hafen auf das Zeichen vom Kapitän.
Der Kapitän und seine Mannschaft legten noch letzte Hand an, als jemand bemerkte, dass weder Eis noch der notwendige Vorrat an Bier an Bord waren. Ein Freiwilliger war gefunden der davonlief und alles besorgte, was gebraucht wurde. Schnell kam er zurück mit einem großen Beutel voll Eis und einem Dutzend Bier und anderen Erfrischungen.
Der Kapitän meinte alles sei fertig und wir sollten an Bord kommen um loszusegeln. Fünf Minuten später beobachteten wir, wie der winzige Hafen kleiner und kleiner wurde. Die Fahrt nach Ayiofarango hatte begonnen.
Kokkinos Pyrgos ist ein kleines Dörfchen 2 km (1,2 Meilen) westlich von Tymbaki auf der Messara Ebene, südlich von Heraklion. Unser Boot, die "Kapetan Manolis", ist ein 45 Fuß (13,7 Meter) langes Mittelmeer Fischerboot aus Holz, welches sein Kapitän, Nikos Tsagarakis - Besitzer des "Little Inn" Hotels in Kokkinos Pyrgos - oft als Charterboot benutzt.
Kokkinos Pyrgos (das bedeuted: Roter Turm) ist ein landwirtschaftliches Gebiet voller Gewächshäuser, wo viele Gemüsearten wachsen, hauptsächlich Tomaten und Gurken. Große Mengen davon werden nach Deutschland und andere West-Europäische Länder exportiert.
Hier es gibt einige Tavernen und ein paar kleine Hotels, doch ist dies kein Touristengebiet. Kokkinos Pyrgos hat einen langen sandigen Strand, der bis nach Kalamaki und Kommos reicht. Dort befinden sich die Nistplätze der Caretta-See-Schildkröten. Auch wird diese Küste von vielen Wandervögeln als Rastplatz auf ihren Reisen zwischen Afrika und Europa benutzt. Die Touristen Städte von Agia Galini im Westen und Matala im Süden sind in der Nähe, sowie die archäologischen Stätten des Festos Minos Palast und das Etnologische Museum von Voroi.
Ayiofarango ist eine kurze Schlucht südlich von Matala und westlich von der Stadt Kaloi Limenes. Der Name kommt von Ayio (= Heilig) und Farangi (= Schlucht). Sie wurde so genannt, weil in den vergangenen Jahrhunderten viele Einsiedler hier lebten. Während der türkischen Besatzung war Ayiofarango ein entlegener Ort, ideal für solche Leute, die ungestört zu Gott beten wollten. Es wird behauptet, dass hier über 300 Einsiedler, nach strengen Regeln (strenge Diät und kein soziales Leben), lebten. Die Legende erzählt weiter, dass, außer einem einmal jährlichen Treffen in einer großen Höhle (der "Höhle des Abtes"), diese Einsiedler alleine und voneinander isoliert lebten. Dieses jährliche Treffen war ihre einzige Gelegenheit miteinander gesellschaftlich zu verkehren, und um herauszufinden, wer im vergangen Jahr gestorben war.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten dort hinzukommen: entweder mit dem Boot oder dem Wagen. Sie können ein Boot von Kaloi Limenes oder Kokkinos Pyrgos benutzen, oder Sie können auch nach dem alten Dorf von Sivas, in der Nähe von Matala und Festos, fahren und von dort folgen Sie dann den Straßenzeichen nach Moni Odigitrias (Heiliges Kloster von Odigitria). Ein paar Kilometer hinter Odigitria müssen Sie Ihren Wagen stehen lassen und dann für ungefähr eine Stunde zu Fuß gehen. Wenn Sie Zutrauen zu Ihrem Wagen haben, oder er Ihnen egal ist, dann können Sie auch auf der unbefestigten Straße, die in die Schlucht führt, weiterfahren. Auf diese Art brauchen Sie dann nicht mehr als noch 15 Minuten zu gehen.
Kehren wir zurück zu unserem Trip. Das Meer war ruhig und die Fahrt großartig. Bald konnten wir östlich von uns die Stadt Matala und westlich die Paximadia Inseln sehen. Die Küste entlang der ganzen Strecke bis zum Kommos Strand ist sandig, aber kurz vor Matala wird sie zu Felswänden, die von den Stränden von Matala und Kokkini Amos (roter Sand), südlich von Matala, unterbrochen werden. Das ist ein Strand für Freikörperkultur und wer dorthin gehen möchte, muss für 30 Minuten einem Weg von der Stadt Matala folgen.

Es gibt noch einen anderen, südlicheren Strand bei Vathi. Eine entlegene Bucht mit einem solch engen Eingang, dass sie wie ein See aussieht. Der Weg nach Vathy ist eine unbefestigte Straße, nicht einfach zu fahren und führt einige Kilometer hinter das Odigitria Kloster. Dahin zu gelangen ist ein kleines Abenteuer; dort gibt es keine Touristen Annehmlichkeiten, nur ein kleines Cafe

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